Der menschliche Hang zum Vandalismus gründet darin, dass jeder Mensch ein Zeichen setzen will. Vielleicht nicht groß oder für die Ewigkeit, aber etwas zu hinterlassen das wenigstens eine kurze Weile überdauert, versichert uns unserer eigenen Signifikanz und Existenz. Wir sind nicht nur Staubkörner in dieser Zeit, oder das lassen wir uns jedenfalls glauben. Denn diesen Glauben brauchen wir zum Überleben.
Dies unser Leben auf der Erde ist so schnelllebig, unsere Gesellschaft so trivial und oberflächlich.
Vandalismus gibt einem das Gefühl von Tieferem, das nicht nur die oberste Hülle an kratzen.
Wir greifen nach jedem Strohhalm, der uns vom ertrinken retten könnte.
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17 February 2011
20100921 20110217
"Der Gedanke 'das weiß ich schon, damit brauche ich meine Zeit nicht zu vergeuden, hätte alles sofort beendet,Der Mensch wird niemals eine Sache, egal wie klein und unbedeutend sie scheint, in seiner (un)endlichen Tragweite begreifen können.
und ich wäre nirgendwohin gelangt [...] Erkenntnis ist nicht mehr als die Summe unserer Unkenntnis"
Murakami, Sputnik Sweetheart
Unser Verstand ist dazu schlichtweg nicht in der Lage.
Egal, wie oft wir etwas immer weiter in seine Bestandteile zerlegen, wir werden nie zu seinem endgültigen Kern vorzudringen vermögen.
Mit jedem Moment, der vergeht, ändert sich alles, wenn auch nur um das Minimalste.
Das jedoch reicht bereits aus, um alles wieder zum Anfang zurück zu spulen.
So wird sicher gestellt, dass unser erlangtes Wissen in der Zeitspanne eines Schnipsen wieder veraltet ist.
"Wissen und Nicht-Wissen sind untrennbar miteinander verknüpft [...], befinden sich aber im Zustand des Chaos."Für jedes Fragment Wissen, das wir uns aneignen, kommen unendlich viele neue Dinge auf, die wir nicht wissen.
Murakami, Sputnik Sweetheart
Für jede Antwort stellen wir (uns) mindestens zehn neue Fragen, wie bei einem Baumdiagramm ohne Ergebis.
So lernen wir, bis unser Verstand sprichwörtlich den 'Geist aufgibt'.
"Die Vergangenheit türmt sich auf, die Zukunft nimmt ab. Die Möglichkeiten Verringern sich, das Bedauern nimmt zu."
Murakami, Tanz mit dem Schafsmann
20100921 20110217
"In welchem Maße entspricht mein von mir erzähltes Ich überhaupt noch den objektiven Fakten?"Durch unsere Worte (und Gedanken) erhalten die Taten, die uns in der Gesellschaft als der Mensch, der wir sind, kennzeichnen, eine Wertung.
"Wieviel an der Person, die ich ich nannte, war wirklich ich? Und wieviel nicht?"
Sputnik Sweetheart
"Was wusste ich schon über mich? War jenes Ich, das mir über mein Bewusstsein zugänglich war,
mein wirkliches Ich?
War mein Selbstbild nicht nach eigenem Gutdünken zurechtgestutz und völlig verzerrt wahrgenommen?"
Tanz mit dem Schafsmann
Diese Wertung entspringt unserer eigenen Sichtweise.
Ob unser Tun so aufgefasst wird, wie es beabsichtigt war, ist erst durch Resonanz (und Diskussion) erkennbar.
Der Mensch, als den uns andere sehen, unterscheidet sich unweigerlich von dem, wie wir uns selbst beschreiben würden.
2 February 2011
20101027
Jede Emotion ist verschieden,je nachdem von welchem Menschen sie gefühlt wird.
Genau wie ein Mensch sich in den Augen verschiedener Betrachter verändert.
So gibt es auch verschiedene Arten von Schmerz.
Mehr, als ein einzelner Mensch kennt, aufzählen könnte oder jemals kennen wird.
Schmerzen, deren Verletzungen man auf den ersten Blick nicht erahnen kann.
Es gibt Schmerzen, die von anderen verursacht werden.
Es gibt Schmerzen, die man sich selbst zufügt.
Es gibt Schmerzen, die einfach existieren, Losgelöst von plausiblen Gründen.
Wie sind sie entstanden?
Sind sie triftiger als alle anderen, lassen sie doch den Fühlenden alleine mit seinem Schmerz,
unfähig, wenigstens die Schuld daran von sich zu weisen?
Verletzten sie immer weiter und tiefer, hetzen zur Jagd nach dem 'warum'.
Lassen niemals die Wunden heilen bis man zum Ende gelangt ist, richten zu Grunde.
Genau wie ein Mensch sich in den Augen verschiedener Betrachter verändert.
So gibt es auch verschiedene Arten von Schmerz.
Mehr, als ein einzelner Mensch kennt, aufzählen könnte oder jemals kennen wird.
Schmerzen, deren Verletzungen man auf den ersten Blick nicht erahnen kann.
Es gibt Schmerzen, die von anderen verursacht werden.
Es gibt Schmerzen, die man sich selbst zufügt.
Es gibt Schmerzen, die einfach existieren, Losgelöst von plausiblen Gründen.
Wie sind sie entstanden?
Sind sie triftiger als alle anderen, lassen sie doch den Fühlenden alleine mit seinem Schmerz,
unfähig, wenigstens die Schuld daran von sich zu weisen?
Verletzten sie immer weiter und tiefer, hetzen zur Jagd nach dem 'warum'.
Lassen niemals die Wunden heilen bis man zum Ende gelangt ist, richten zu Grunde.
20101102
Der halbe Mensch. - ein offener Brief
Am Ende bist Du doch wie alle anderen und doch ganz anders.
Eins musst Du verstehen - nur weil Du konstant auf der Suche nach deiner 'zweiten Hälfte' bist, wirst du nicht glücklich.
Du bist immer auf der Suche und sobald du merkst, dass es nicht die eine ist, ziehst du weiter. Und lässt sie zurück.
Auch weisst Du ganz genau, welche Worte Du wählen musst, um eine Frau in deinen Bann zu ziehen und scheust dich nicht, sie auszusprechen.
Uns kennst Du mittlerweile wie deine metaphorische linke Westentasche, doch kennst Du dich selbst noch lange nicht genug.
Wer bist Du überhaupt?
Einen anderen Menschen zu haben, wird das Gefühl nicht komplett zu sein, dass ein Teil fehlt, nicht verschwinden lassen.
Ein anderer Mensch wird diese Leere niemals füllen können.
Vielleicht wird sie für eine 'kurze' Zeit überdeckt, verdrängt, doch es wird nichts an der Tatsache ändern, dass Du in dir selbst nicht 'ganz' bist.
Du suchst sie, doch hast dich selbst noch nicht gefunden. Es wird an dir nagen.
Wirst niemals zufrieden sein, das Gefühl der Leere bleibt und die ewige Suche wird dein Innerstes, den letzten Rest der dir noch geblieben ist, zermürben, bis du dich in die endlose Reihe der leeren Hüllen einfügst.
Ein anderer Mensch sollte keine 'zweite Hälfte' sein. Dränge ihn nicht in eine Rolle, die er niemals ausfüllen kann.
Menschen können vieles, Besucher oder Gefährten sein, lebenslang oder nur für einen kurzen Teil des Weges.
Die Grausamkeit, einem anderen Menschen zuzumuten, die Verantwortung zu übernehmen, einen 'halben Menschen' zu vervollständigen.
Einem Menschen, den man liebt, sollte man niemals wissentlich verletzen.
Wenn sich zwei dieser 'halben Menschen' finden, sind sie vielleicht weniger einsam, sind zweisam, und können sich eine Zeit lang vorlügen, dass alles perfekt ist. Doch tief im Inneren werden sie sich niemals ganz fühlen und verleugnen es sich aus Angst vor dem einsamen Leiden,
Bist Du einer dieser 'halben Menschen' ?
Du bist rast- und ruhelos. Du wirkst verzweifelt, vielleicht hast du Angst auf ewig in diesem Teufelskreis zu stecken.
Es gibt die Hoffnung, dass Du dich selbst irgendwann findest, im Labyrinth, das Du dein Leben nennst.
Man will, dass Du glücklich wirst.
Am Ende bist Du doch wie alle anderen und doch ganz anders.
Eins musst Du verstehen - nur weil Du konstant auf der Suche nach deiner 'zweiten Hälfte' bist, wirst du nicht glücklich.
Du bist immer auf der Suche und sobald du merkst, dass es nicht die eine ist, ziehst du weiter. Und lässt sie zurück.
Auch weisst Du ganz genau, welche Worte Du wählen musst, um eine Frau in deinen Bann zu ziehen und scheust dich nicht, sie auszusprechen.
Uns kennst Du mittlerweile wie deine metaphorische linke Westentasche, doch kennst Du dich selbst noch lange nicht genug.
Wer bist Du überhaupt?
Einen anderen Menschen zu haben, wird das Gefühl nicht komplett zu sein, dass ein Teil fehlt, nicht verschwinden lassen.
Ein anderer Mensch wird diese Leere niemals füllen können.
Vielleicht wird sie für eine 'kurze' Zeit überdeckt, verdrängt, doch es wird nichts an der Tatsache ändern, dass Du in dir selbst nicht 'ganz' bist.
Du suchst sie, doch hast dich selbst noch nicht gefunden. Es wird an dir nagen.
Wirst niemals zufrieden sein, das Gefühl der Leere bleibt und die ewige Suche wird dein Innerstes, den letzten Rest der dir noch geblieben ist, zermürben, bis du dich in die endlose Reihe der leeren Hüllen einfügst.
Ein anderer Mensch sollte keine 'zweite Hälfte' sein. Dränge ihn nicht in eine Rolle, die er niemals ausfüllen kann.
Menschen können vieles, Besucher oder Gefährten sein, lebenslang oder nur für einen kurzen Teil des Weges.
Die Grausamkeit, einem anderen Menschen zuzumuten, die Verantwortung zu übernehmen, einen 'halben Menschen' zu vervollständigen.
Einem Menschen, den man liebt, sollte man niemals wissentlich verletzen.
Wenn sich zwei dieser 'halben Menschen' finden, sind sie vielleicht weniger einsam, sind zweisam, und können sich eine Zeit lang vorlügen, dass alles perfekt ist. Doch tief im Inneren werden sie sich niemals ganz fühlen und verleugnen es sich aus Angst vor dem einsamen Leiden,
Bist Du einer dieser 'halben Menschen' ?
Du bist rast- und ruhelos. Du wirkst verzweifelt, vielleicht hast du Angst auf ewig in diesem Teufelskreis zu stecken.
Es gibt die Hoffnung, dass Du dich selbst irgendwann findest, im Labyrinth, das Du dein Leben nennst.
Man will, dass Du glücklich wirst.
"Das Glück gehört denen, die sich selber genügen."
Arthur Schopenhauer, Aphorismen zur Lebensweisheit
"Insofern ist der Weise sich selbst genug; nicht, daß er ohne Freund sein will, sondern daß er es kann."
Seneca, Vom glückseligen Leben
1 February 2011
20101008
Wir werden geboren.
Menschen treten in unser Leben.
Menschen verlassen unser Leben.
Manchen begegnen wir desöfteren.
Manche begleiten uns eine Weile.
Manche begleiten uns nur sehr kurz.
Manche begleiten uns bis zum Ende.
Unsere Linie verläuft immer alleine.
Manchmal parallel mit der eines anderen Menschen.
Selbst wenn sie bis zum Ende parallel existieren, bleibt jede Linie für sich.
So ist auch jeder Mensch bis zum Ende zwar nicht alleine aber doch für sich.
28 January 2011
20100915
Den Menschen, der ich sein wollte habe ich aus den Augen verloren.
Ich habe ihn ersetzt mit dem Menschen, der ich jetzt sein möchte.
Da es sich um das jetzt handelt, besteht darin, in meinen Augen, kein Konflikt.
Zeiten und Menschen ändern sich, so wie ihre Umgebung.
Im Zuge dessen ist es klar, dass sich auch unsere Sicht aufs Leben ändert und die Ansicht,
welche Art von Menschen wir anstreben zu sein.
Wir ändern immerzu die Form des Puzzleteils, das wir sind, das sich in die sich immerzu ändernde Form des Puzzles,
unserer Umgebung, einfügt.
Das heißt nicht, dass wir unser Ideal nach der Gesellschaft formen, sondern,
dass die Gesellschaft sich in unserem Blickwinkel zu einer Form verzieht in die wir uns einfügen, in der wir Leben können.
Sei es nun als -an die Gesellschaft- angepasster Mensch oder als jemand, der die gängigen Sichtweisen umkehrt und versucht,
sein Puzzle(teil) durch 'Rebellion' zu verändern oder erst zu finden.
Ich habe ihn ersetzt mit dem Menschen, der ich jetzt sein möchte.
Da es sich um das jetzt handelt, besteht darin, in meinen Augen, kein Konflikt.
Zeiten und Menschen ändern sich, so wie ihre Umgebung.
Im Zuge dessen ist es klar, dass sich auch unsere Sicht aufs Leben ändert und die Ansicht,
welche Art von Menschen wir anstreben zu sein.
Wir ändern immerzu die Form des Puzzleteils, das wir sind, das sich in die sich immerzu ändernde Form des Puzzles,
unserer Umgebung, einfügt.
Das heißt nicht, dass wir unser Ideal nach der Gesellschaft formen, sondern,
dass die Gesellschaft sich in unserem Blickwinkel zu einer Form verzieht in die wir uns einfügen, in der wir Leben können.
Sei es nun als -an die Gesellschaft- angepasster Mensch oder als jemand, der die gängigen Sichtweisen umkehrt und versucht,
sein Puzzle(teil) durch 'Rebellion' zu verändern oder erst zu finden.
Haruki Murakami
"In welchem Maße entspricht mein von mir erzähltes Ich überhaupt noch den objektiven Fakten?"
Sputnik Sweetheart
"Was wusste ich schon über mich? War jenes Ich, das mir über mein Bewusstsein zugänglich war, mein wirkliches Ich?
War mein Selbstbild nicht nach eigenem Gutdünken zurechtgestutz und völlig verzerrt wahrgenommen?"
Tanz mit dem Schafsmann
"Wieviel an der Person, die ich 'ich' nannte, war wirklich ich? Und wieviel nicht?"
Gefährliche Geliebte
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